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Der Bürstenmacher

Die Bürsten- und Besenbinder waren noch im 15. Jahrhundert ein streng krämerzünftiges Handwerk. Das bedeutet: es gab keine eigenständige Zunft, sondern die Bürsten wurden über die Zunft der Krämer (Händler) verkauft.

Über die frühere Geschichte der Bürsten- und Besenbinderei ist wenig bekannt. Doch wird angenommen, das auch in den Jahrhunderten der Eiszeit bereits ein Bedürfnis für Sauberkeit bestand. Als die ersten Reinigungsgeräte darf man wohl zusammengebundene Vogel-, Gänsefedern oder große Pflanzenteile annehmen. Solche "Federwische" gab es weit bis ins 20 Jahhundert.

Der Archäologe Heinrich Schliemann fand bei seinen Ausgrabungen in Troja im Grab des "Priamos" Relikte von Bürsten, die den heutigen schon recht ähnelten. Es waren Tonkörper mit Löchern, zur Aufnahme von Borsten eingestochen.

Selbst in China soll es bereits vor 2000 Jahren Bürsten zur Pflege von Haut, Haare und Zähne gegeben haben.

Ab dem 11. Jahrhundert wurden dann Birkenreisig, Schilf oder ähnliches verwendet. Erst im Mittelalter ab etwa dem 14.Jahrhundert entwickelte sich hier in Europa  ganz langsam ein eigener Beruf. Zuvor waren Bürsten nur als Importware bekannt.

Eine eigene Zunft hatten die Bürsten- und Besenbinder zu keiner Zeit.