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Was ist das Besondere am Trio Minnemar?
Eine Marktbesucherin beschreibt sie:
„Wenn Minnemar auftaucht, kommen Gefühle ins Spiel. Sie gehen von Stand zu Stand, von Tisch zu Tisch, und machen jeder Dame den Hof. „Sie gleicht wohl einem Rosenstock, drum liegt sie mir im Herzen!“ singt Andreas für mich, und ich fühle mich verehrt und umworben. Seine geschulte Stimme gestaltet mühelos die kunstvollen Bögen des alten Liedguts und schafft im Getriebe des Marktes eine kleine Insel des Wohllauts. Schon lacht er meine Nachbarin an: „Stand auf, Kätherlin, holder Buhl!“ Maximilian steht hinter ihm, gesammelt und schweigend, und seinem Instrument entströmen Kaskaden facettenreicher Klänge.
„Ich sollt' ein Nönnlein werden, ich hätt' kein' Lust dazu!“ singt Kerstin, die doch weit eher dem Herzallerliebsten den Vorzug gibt. Sie sammelt eine Handvoll Kinder um sich und entführt sie in ihre Märchenrunde. Vom chinesischen Zuckermännchen bis zur russischen Baba Jaga reicht der Schatz ihrer Geschichten. Man hat jede Figur deutlich vor Augen, und schon mancher Erwachsener hat sich versunken vor ihr auf der Bank niedergelassen, um den Ausgang des Märchens mitzuerleben.
Derweil streifen die Sänger über den Platz und bringen jeder Frau ein galantes Ständchen. Sie umwerben das „schöne Fräulein Eis“ und dichten aus dem Stegreif witzige Preislieder auf die anwesenden Händler. In der Prozession singen sie mehrstimmig im Gefolge des Bischofs, bei der Prunkhochzeit der Ritter legen sie der Braut ihre Musik zu Füßen. Und abends am Feuer, vor den Zelten der Lagerleute, lassen sie die Mädchen von der Liebe träumen.“

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